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„Liebe und tu, was du willst.“

„Liebe und tu, was du willst.“

Was Augustin schon vor 1600 Jahren wusste

Mach, was du willst. Das klingt gut. Das klingt nach Freiheit.
Vor 1600 Jahren hat der Kirchenvater Augustin diesen Satz ausgesprochen. Er hat allerdings noch etwas davor gesetzt. Liebe! Und dann: Tu, was du willst. (Oder fein auf Latein: "Dilige et quod vis fac.")
Ein kleines Wort mit dramatischen Folgen. Plötzlich mache ich nicht, was ich einfach so denke, sondern frage mich, wie wirkt es auf die Menschen, die ich liebe?

Damals schreibt Augustin das den Menschen schon extra ins Stammbuch, weil es eben nicht besonders üblich war, so zu handeln. Und ich benötige diese Erinnerung übrigens auch.

Aber wenn wir nach diesem Leitspruch handeln, wird der Mensch zum Menschen. Vor ein paar Tagen wurde Mutter Theresa heiliggesprochen. Und das, weil sie versucht hat nach diesem Vorsatz zu leben.

Ihr ist es gelungen, mit ihrem Herzen auf die Not der Schwachen, Sterbenden und Ausgestoßenen zu reagieren. Diese Menschen konnte sie lieben. Und dann eben auch ihr Leben verschenken. Sie tat genau das, was sie wollte und sie tat es für die Menschen.

Das war nicht umsonst. Sie hat die Haltung vieler Menschen verändert. Und heute ist es geradezu sprichwörtlich geworden, wenn ich Gutes tue, dann bin ich wie „Mutter Theresa“. Bewundernswert.

Liebe, und tu, was du willst. Im Normalfall habe ich das nicht im Blick. Mutter Teresa wusste es, Augustin ebenso und Jesus sowieso. Und vielleicht gelingt es mir auch, immer wieder zu lieben und dann auf ganz neue Weise zu handeln.

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Autor(en)

Sören

Sören

Jugendpfarrer

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