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Ausmisten

Ausmisten

Prüft aber alles und das Gute behaltet. (1. Thessalonicher 5, 21)

Ich habe in meiner Wohnung eine kleine Abstellkammer, die ich liebevoll „Narnia“ nenne. Dort stehen zwei Regale drin und die beherbergen mein Putzzeug, den Staubsauger, mein Wäscheständer, 4 Klappstühle, Schrubber und Besen, allerlei Gläser und Konserven, Bastel- und Kreativmaterial, Getränke, meine Vasen und ungenutzte Blumentöpfe, Werkzeug, Staubsauger, Backformen, meine Sammlung an Plastiktüten (in einer Plastiktüte), Taschentücher, Kartons, diverser Krimskrams und noch vieles mehr. Seit ich vor drei Jahren eingezogen bin, hat sich in diesem Raum einiges angesammelt. Man kann sich selbst kaum mehr darin aufhalten, bzw. muss ich immer erst etwas rausräumen um selbst hinein gehen zu können, wenn ich etwas Bestimmtes suche.
Das eine Regal wird nun durch ein neues (größeres) Regal ersetzt und das bedeutet: Ich muss meine Abstellkammer ausräumen. Dabei sortiere ich gleich mal aus und werfe Dinge, die ich definitiv nicht mehr brauche, weg.

Heute lief im Hintergrund Radio und da kam der Song „Leichtes Gepäck“ von Silbermond.
Im Refrain heißt es:
Eines Tages fällt dir auf, dass du 99% davon nicht brauchst.
Du nimmst all den Ballast und schmeißt ihn weg.
Denn es reist sich besser mit leichtem Gepäck.
… das brachte mich dann doch zum Schmunzeln. Aber gleichzeitig kam mir die Frage in den Sinn: Wie ist das denn in meinem Leben, in meinem Glauben? Sollte ich da auch mal „Ausmisten“? Sollte ich da auch mal einige Altlasten, die ich so mit mir rumschleppe, loswerden?

Wenn wir an Jesus Christus glauben, dann versuchen wir auch ihm nachzufolgen und ihm immer ähnlicher zu werden. Und das fängt fast immer mit Ausmisten an. Wenn Jesus der Herr in unserem Leben wird, dann räumt er darin ordentlich auf. Keine noch so chaotische, schmutzige, peinliche Ecke bleibt da vor ihm verborgen. Wir können nicht zu Jesus sagen: „Ja Herr, komm in mein Leben!“ und im gleichen Atemzug: „Aber meine Familie, meine Hobbies, meine Gewohnheiten, meine Beziehungen, … da möchte ich doch lieber allein entscheiden, was ich tue. Danke.“

Was ist bei dir so eine schmutzige Ecke, die du Jesus nicht gern zeigen möchtest? Keine Angst, er kennt sie schon! Und er lässt dich beim Ausmisten nicht allein, er macht mit! Er hilft dir dabei diese Dinge loszuwerden. Mehr noch: Er nimmt sie auf seine Kappe und kümmert sich um die Entsorgung. Und sind wir doch mal ehrlich: Auch wenn Saubermachen und Aussortieren viel Arbeit macht und echt anstrengend ist – wenn es hinterher sauber und ordentlich aussieht, dann ist das doch ein wahnsinnig tolles Gefühl, oder? Also ran an den Ballast und ausgemistet!

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Autor(en)

Elena

Elena

Jugendwartin

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