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Gekreuzigt. Gestorben. Begraben.

Gekreuzigt. Gestorben. Begraben.

Für dich – auch heute noch!

„Der Herr ist auferstanden!“ „Er ist wahrhaftig auferstanden!“ – So begrüßen sich Christen überall am Ostermorgen. Und wirklich, Jesus ist auferstanden – ER lebt! Das können wir feiern. Getreu dem Motto: Ende gut, alles gut.

Doch: ebenso real wie er auferstanden ist, ist er auch gestorben. Jesus war tot. „Hinabgestiegen in das Reich des Todes“ sprechen wir gemeinsam im Glaubensbekenntnis. Aber was steckt hinter dieser Zeile? Jesus war weg. Er war verloren. Und damit auch alle Hoffnung seiner Nachfolger. Wie werden sich die Jünger wohl am Karsamstag gefühlt haben? Es war Sabbat – ein Ruhetag. Aber nicht nur das, sondern nun auch ein Trauertag. Jesus - tot. Begraben. Das muss für die Jünger so endgültig ausgesehen haben. 3 Jahre waren sie mit ihm unterwegs. Und jetzt wurde alles, was sie mit ihm erlebt haben, was sie sich für Pläne gemacht haben, innerhalb einiger Stunden zunichte gemacht.
Sie wussten ja damals noch nicht, was wir heute wissen. Oder? Bei Jesaja finden wir den Vers: „Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“ (Jes. 53,5) Es geht dabei um den Gottesknecht, den Jesaja dem Volk Israel ankündigt. Er hat das damals schon vorausgesehen. Gesehen, was dem Messias bevorstehen würde, auch wenn dieses Ereignis noch so viele Jahre in der Zukunft lag. Heute wissen wir, dass Jesus damit gemeint ist. Er ist es, der die Strafe auf sich nimmt, damit wir Frieden haben können.
Die Jünger haben eine ganze Zeit gebraucht, um die Tragweite dessen, was geschehen war, auch nur im Entferntesten zu begreifen. Sie hatten die heiligen Schriften, sie hatten die Aussagen Jesu, der seinen eigenen Tod mehrmals angekündigt hatte – und doch konnten sie den Zusammenhang in dem Moment nicht herstellen. Sie waren in einer Art Schockzustand. Fassungslos. Hilflos. Wie gelähmt.
Wie ist das bei dir? Ist dir die Bedeutung von Ostern bewusst? Ist sie in deinem Herzen angekommen? Glaubst du daran? Glaubst du, dass du Gott so wichtig bist und dass er dich so sehr liebt, dass er seinen eigenen Sohn umbringen lässt?
Wir wissen, wofür Jesus ans Kreuz ging. Und zwar für die Sünden von jedem einzelnen von uns. Für dich, für mich – für uns alle. Auch heute noch. Denk mal nach: Für welche deiner Verfehlungen ist Jesus ans Kreuz gegangen? Welche Schuld, hast du ihm auf die Schultern gelegt? Welche Schuld von dir hat er mit ins Grab genommen? Und er hat sie wirklich mit ins Grab genommen. Sie ist weg – begraben mit ihm. Und deshalb lastet sie nicht mehr auf unseren Schultern. Wenn das kein Grund zum Freuen ist!
Deshalb kann ich auch mit Freude sagen: „Der Herr ist für mich ans Kreuz gegangen!“ „Er ist wahrhaftig für mich ans Kreuz gegangen!“ Amen!

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Autor(en)

Elena

Elena

Jugendwartin

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