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Ich werde nie wieder…

Ich werde nie wieder…

Wie aus Vorsätzen manchmal Nachsätze werden. Und warum das gut sein kann.

Manche Leute nehmen sich zu Silvester, zum Beginn des Studiums oder auch zu Beginn der Fastenzeit etwas vor.

Das klingt dann etwas so:
Ich beginne mit ....
Ich höre auf mit ...
Jeden Tag werde ich mindestens...

So geht es los und endet nicht selten nach ein paar Tagen. Alles bleibt wie es war. Außer dieser Gedanke: „Ich werde nie wieder...“

Der Vorsatz war gut, für die persönliche Entwicklung wichtig oder auch überzeugend. Hat doch Rudi beim YouGo! dazu aufgefordert – z.B. zu fasten. Sogar eine Gemeinschaft der Fastenwilligen wurde gegründet. Man konnte Teil der „FastenSeilschaft“ werden und zur Erinnerung gab es ein Teil des Seils mit nach Hause. Liegt bei dir auch so ein Stück?  Wie ging es mit deinem Vorsatz zu Ende. Ich vermute, dass viele zwischendurch resigniert aufgehört haben. 

Wenn du nicht durchgehalten hast, war das schlimm, schade, enttäuschend, oder ernüchternd? Der Vorsatz war doch gut, wichtig, einleuchtend und evtl. sogar christlich!
War es falsch, sich etwas vorzunehmen und bereits nach ein paar Monaten überlegen zu müssen, was man sich eigentlich vorgenommen hatte?

Im Leben nimmt man sich ja viele Dinge vor, nicht nur vor Silvester, einer Arbeit, einer Bewerbung oder anderen wichtigen Terminen. Jede Tagesplanung ist so etwas auch. Nur bei diesen großen oder „öffentlichkeitswirksamen“ Vorsätzen wird das Scheitern für sich selbst  und die „Mitwisser“ deutlicher.
Wie kann es dazu kommen?
Möglicherweise hast du dich nicht getraut, nein zu sagen. Nicht mitzumachen, da so viele – gefühlt ALLE - im YouGo! zur Seilschaft der Faster gehören wollten.  Oder ...
Hier bitte deine Antwort einfügen.

Es ist nicht schlimm, an solchen Stellen zu scheitern. Gut und wichtig ist, den Nachsatz NICHT zu vergessen.

Ich werde nie wieder ...

- mitmachen, nur weil es (gefühlt) ALLE Christen machen oder weil man das so macht, oder weil mein Vater das von mir erwartet.
Weil...          Hier bitte deine Begründung einfügen.

Ich werde nie wieder ...
Solche Sätze sind mit einer starken Erfahrung verbunden, in der man etwas gelernt hat. Das zu vergessen ist fatal. Denn darin liegt Motivation und Kraft für notwendende Veränderungen. Und Veränderungen brauchen Kraft um sie (anfänglich) durchzuhalten und vor allem sich selbst zu überzeugen, bevor man andere überzeugt.

Ich werde nie wieder...
Oder wie es in Philipper 2,3 steht:
Weder Eigennutz noch Streben nach Ehre sollen euer Handeln bestimmen. (Hoffnung für alle)

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Autor(en)

Dirk

Dirk

Sozialarbeiter

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